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Central Kalahari Game Reserve

1961 gegründet ist das 52.800 km² große Central Kalahari Game Reserve das zweitgrößte Wildreservat der Welt; größer als Dänemark oder die Schweiz.

Es liegt im Zentrum Botswanas und bei nur 170 – 700 mm Regen im Jahr ist der Süden und Osten stärker bewachsen als der karge Norden: Weite Ebenen, Salzpfannen, uralte Flußbetten, Sandünen mit Baum- und Buschbestand prägen hier die Landschaft, während den Besucher Mopane-Wäldern im Süden und Osten und Buschlandschaft in der Mitte des Parks erwarten.

© Botswana Tourism
Seit tausenden von Jahren leben hier die “San” oder auch “Basarwa”, weltweit als “Buschmänner” bekannt. Eigentlich ein Nomadenvolk von Jägern und Sammlern leben sie heute größtenteils in Siedlungen, von denen einige in der südlichen Hälfte des Central Kalahari Game Reserves liegen.

Auch wenn man bei dem Begriff “Kalahari” sofort an eine Wüste denkt, zeigen schon die oben beschriebenen Landschaften, daß es durchaus einen großen Wildreichtum in der Kalahari gibt. Giraffen, Hyänen, die seltenen Wildhunde, Geparden, Leoparden, Löwen, unzählige Antilopen wie Gnus, Kudu, Springböcke, Elen-Antilopen und viele weitere Tiere leben hier. Die beste Zeit zur Tierbeobachtung ist von Dezember bis April, wenn sie sich bevorzugt in den Pfannen und Tälern aufhalten.

Für die abenteuerlustigen und Allraderfahrenen Reisenden ist es möglich, das gesamte Schutzgebiet von Khutse im Süden bis hoch in den Norden zu durchfahren, wofür mindestens zwei Tage benötigt werden. Ein 4x4-Fahrzeug ist unabdingbar, wobei man immer in einer Kolonne von mindestens zwei Fahrzeugen mit ausreichend Benzin, Verpflegung und (Trink-) Wasser fahren und auch über Kenntnisse bezüglich Wagenreparatur und Erste Hilfe verfügen sollte. Für Übernachtungen stehen Campsits in Molapo, Gope, Bape und Xaka zur Verfügung, von denen keine über sanitäre Anlagen verfügt. Es gibt keine Möglichkeiten, seine Vorräte im Schutzgebiet aufzustocken.

Zelte (und auch Wohnmobile) sollten immer geschlossen sein, da es hier natürlich auch Schlangen, Skorpione etc gibt. Auch Lebensmittel sollten immer verschlossen aufbewahrt werden!

© Gert Stephan
Das Buch “Schrei der Kalahari” machte das Deception Valley einem großen Leserkreis bekannt. Mark und Delia Owens lebten viele Jahre hier und erforschten das Verhalten der Schabrackenhyäne, auch Braune Hyäne genannt.

Drei Tore ermöglichen den Zugang zum Central Kalahari Game Reserve: Khutse im Süden, Xade im Westen und Matswere im Nordosten.

Um Xade zu erreichen, muß man die Straße von Ghanzi nach Kang ca. 36 km südlich von Ghanzi in Richtung Osten verlassen und der losen Sandpiste für 160 km folgen, wofür man ca. 3 Stunden einplanen muß. Ausreichend Benzin für den gesamten Trip ist unbedingt in Ghanzi aufzunehmen. Im Tourist Office des Xade Wildlife Camps muß man sich registrieren lassen.

Den nördlichen Eingang erreicht man über Rakops, wo man sich mit allem Notwendigen versorgen kann (Vorsicht, Treibstoff ist nicht immer verfügbar! Alternative: Mopipi). Von hier sind es noch 55 km bis nach Matswere. Aus Richtung Mahalapye erreicht man Rakops via Serow, Letlhakane und Mopipi.

Von Maun kommend erreicht man Rakops via Motopi, Kumaga und Tsoe. Alternativ gibt es die Möglichkeit, von Maun aus 57 km nach Osten zu fahren. An der Makalamabedi-Kreuzung biegt man rechts ab, folgt dieser Straße 20 km bis zum Dorf und biegt auf der westlichen Seite des Veterinärzauns, der die Maul- und Klauenseuche-freien Gebiete des Landes vom restlichen Botswana abgrenzt, nach rechts ab. 80 km Sandweg führen zum Kuke Corner Veterinär-Tor und nach weiteren 21 km entlang der Ostgrenze des Central Kalahari Game Reserves erreicht man das Eintrittstor zum Schutzgebiet. Für diese “Abkürzung” muß man ca. 3,5 Stunden Fahrtzeit einrechnen.

Im Park gibt es mehrere ausgewiesene Campinglätze, die jedoch nicht über sanitäre Anlagen verfügen. Von Matswere aus sind Campsites im Deception Valley, Sunday Pan, Leopard Pan, Passarge Valley und Piper Pan erreichbar, wobei letztere auch vom Xade Gate erreichbar ist. Es gibt Pläne, rustikale “Plumpsklos” zu errichten, aber solange dies nicht geschehen ist, müssen Besucher sich ein selbstgebuddeltes Loch als Toilette benutzen, daß vor der Weiterreise natürlich wieder zugeschüttet werden muß.

Generell dürfen keine sichtbaren Überreste des Aufenthalts zurückgelassen werden. Kompostierbare Abfälle müssen verbrannt; die Asche des Lagerfeuers vergraben werden. Andere Überreste sind mitzunehmen und an den dafür vorgesehen Orten an den Parktoren zu entsorgen. Feuerholz darf in Regionen mit viel Baumbestand gesammelt werden, nicht jedoch von den sogenannten Bauminseln (tree islands). Wasser (jedoch kein Trinkwasser) im Wildlife Camp in Xade sowie im Tourist Office am Matswere Gate erstanden werden.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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