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Chobe National Park

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Der Chobe National Park ist mit einer Größe von 10.566 km² der zweitgrößte Nationalpark Botswanas, der einen der größten Tierbestände aller Parks auf dem afrikanischen Kontinent besitzt. Insbesondere für die Zahl der hier lebenden Elefanten und die Größe ihrer Herden ist der Chobe National Park berühmt.

Unterteilt wird der Park in 4 unterschiedliche Ökosysteme:

  • Serondela im Nordosten mit üppigen Ebenen und dichten Wäldern in der Region des Chobe Rivers
  • Savuti Marsh (Sumpfgebiet) im Westen
  • Linyanti Swamps (Sumpf- und Überflutungsgebiet) im Nordwesten
  • Das heiße und trockene Hinterland

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Ursprünglich Heimat der San, die als Jäger und Sammler durch das heutige Parkgebiet zogen, sowie später auch der Basarwa und eines Batawana-Stammes, wurde das Land um die Jahrhundertwende aufgeteilt und der größte Teil des heutigen Nationalparks wurde als Kronland klassifiziert.

Schon 1931 kam dann die Idee zur Schaffung eines Schutzgebiets auf. Bereits ein Jahr später wurde für eine Fläche von ca. 24.000 km² ein Jagdverbot ausgesprochen, die später auf 31.600 km² erweitert wurde. Aufgrund einer schwere Verseuchung durch die Tsetse-Fliege starb das Projekt jedoch 1943 und erst 14 Jahre später kam die Idee erneut auf. 1957 wurden zunächst 21.000 km² zum Chobe Game Reserve ernannt, daß 1960 verkleinert und zum ersten Nationalpark Botswanas erklärt wurde. Nach weiteren Anpassungen erhielt der Park 1987 seine heutigen Grenzen.

Einer der größten Anziehungspunkte für Besucher des Parks sind die Elefanten. Rund 120.000 sollen heute in Botswana leben und ein großer Teil von ihnen gehört zu den wandernden Herden des Chobe National Parks. Sie sind die größten lebenden Elefanten weltweit. Bis zu 200 km im Jahr wandern Sie vom Chobe und Linyanti River, wo Sie sich in der Trockenzeit aufhalten, bis zu den Pans im Südosten des Parks, die sie in der Regenzeit anziehen. Da Elefanten pro Tag ca. 300 kg Futter und 200 l Wasser zu sich nehmen und viel Vegetation durch sie zerstört wird, wird die Natur durch sie sehr belastet. In Chobe leben heute wesentlich mehr Elefanten als das Ökosystem verkraften kann und über kurz oder lang muß hier eine Lösung gefunden werden.

Savuti gilt dank seiner unglaublichen Tierkonzentration als eine der besten Safari-Regionen in Afrika. Das Wild ist ganzjährig zu finden und verbringt man hier einige Tage, sieht man mit etwas Glück nahezu alle größere Tiere, die hier Zuhause sind: Elefanten, Zebra, Giraffe, Gnu, Impala, Tsessebe, Roan- und Säbelantilopen, Büffel, Eland, Kudu und natürlich die ihrer Beute folgenden Raubtiere wie Löwen, Geparden, Hyänen, Wildhunde und Schakale, für die Savuti bekannt ist.

Ein  Mysterium ist der sogenannte Savuti Channel, ein Flußbett, das in den letzten Jahrzehnten immer wieder für lange Perioden ausgetrocknet ist, was vermutlich durch tektonische Plattenbewegungen zu erklären ist. Die letzte große Trockenperiode begann 1982, wobei der Channel im afrikanischen Winter 2006 aufgrund starker Niederschläge auf einer Strecke von 6 km Wasser führte.

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Die Linyanti Sümpfe erinnert durch seine Lage zwischen dem Kwando und dem Linyanti River an die Wasserwege des Okavango. Das Paradies aus Papyrus-umsäumten Lagunen und schilfbedeckten Ufern im Schatten hoher Bäume ist 900 km² groß, berührt den Linyanti River nur an einem kurzen Abschnitt, dient jedoch auch als Überflutungsgebiet. Besonders in den trockenen Wintermonaten versammeln sich viele Elefanten, Büffel und Zebra entlang des Flusses und auch die Zahl der hier lebenden Vögel ist groß. Wasservögel wie beispielsweise der Pelikan kommen häufig vor. Insgesamt leben über 450 Vogelarten im Chobe National Park.

Für Tierbeobachtungen empfiehlt sich insbesondere die Trockenzeit von April bis Oktober, wenn sich die Tiere an den wenigen verbliebenen Wasserstellen sammeln. Die Region um den Chobe River und die Savuti Marsh sollten man dagegen in der großen Regenzeit von Januar bis März vermeiden, da sie ein Überschwemmungsgebiet ist.

Der Chobe National Park hat mehrere Zufahrten. Vom Sedudu Gate nahe Kasane führt eine 54 km lange öffentliche Teerstraße zum Ngoma Gate, die durch den Park führt. Dieses wird in der Regel von Besuchern genutzt, die aus Namibia anreisen.

Im Süden des Parks, 56 km von Savuti entfernt, liegt das Mababe Gate, welches den Chobe National Park mit dem Moremi Game Reserve verbindet. Viele Besucher durchqueren den Park von Nord (Kasane/Sedudu Gate) über Ihaha und Savuti nach Süd, wo Sie den ihn durch das Mababe Gate wieder verlassen, bzw. von Süd nach Nord. Eine andere Variante führt von Sedudu nach Noghatsaa (68 km) und von dort nach Savuti. Die Strecke ist ca. 140 km länger und die Straßen sind nicht eindeutig ausgeschildert. Ausreichende Planung ist daher unbedingt notwendig und die Parkverwaltung sollte informiert werden, welche Route man zu fahren beabsichtigt.

Für Selbstfahrer ist ein Wagen mit Allradantrieb unerläßlich und auch ausreichende Erfahrung mit diesem Fahrzeugtyp sollte vorhanden sein! Tiefe sandige Passagen und andere nicht einfache Bedingungen erfordern häufig alles fahrerische Können.

Es gibt keinerlei Möglichkeiten, seine Vorräte zwischen Kasane und Maun aufzustocken. Ausreichend Wasser, Nahrung, Benzin, Werkzeug, Ersatzreifen und -teile, Lampen, Batterien und eine Luftpumpe für Autoreifen sind unbedingt für die gesamte Dauer der Reise mitzuführen. Eine evtl. Verlängerung durch eine Panne o.ä. sollte einkalkuliert werden. Trinkwasser sollte immer abgekocht oder chemisch gereinigt werden.

Um den Park zu erreichen fährt man von Kasane kommend auf der neuen Teerstraße am Flughafen vorbei zum Sedudu Gate. Hier muß sich jeder Reisende anmelden und die Pargebühren begleichen, außer er folgt ausschließlich der öffentlichen Straße nach Ngoma.

Neben vielen Safari Lodges in und um den Chobe National Park gibt es auch öffentliche Campingplätze bei Ihaha, Savuti und Linyati, die über Duschen und Toiletten verfügen. Eine Vorausbuchung ist für alle Camps notwendig.

Der Campingplatz in Savuti liegt 172 km südwestlich des Sedudu Gates und überblickt den Savuti Channel.

39 km nordwestlich von Savuti liegt der Linyati Campingplatz; ein kleines Camp unter hohen Bäumen am ganzjährig fließenden Linyati River. Die Zufahrtsstraße ist sehr rauh und sandig, ein Wagen mit Allradantrieb ist unbedingt erforderlich.

Der Chobe National Park ist ein Malariagebiet. Die Einnahme einer Malaria-Prophylaxe wird insbesondere in der Regenzeit empfohlen.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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