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Francistown

GPS: S21°10’465, E27°30’764

Die “Hauptstadt des Nordens” Francistown ist eine der ältesten Städte Botswanas und ein Verkehrsknotenpunkt, da sich hier die Straßen nach Gaborone, Zimbabwe, Maun und Kazungula treffen.

Erste Zeugnisse von menschlicher Besiedlung der Region reichen jedoch sogar 80.000 Jahre zurück. 1820 zogen dann die Ndebele durch das Land und hinterließen ihre Einflüsse, bevor sie sich bei Bulawayo im heutigen Zimbabwe ansiedelten. Der erste Europäer, der Nyangabgwe, das nächstliegende Dorf zum heutigen Francistown, besuchte, war der Missionar Robert Moffat.

In dieser Region gab es den ersten Goldrausch im Südlichen Afrika, nachdem der Abenteurer Karl Mauch 1867 Gold am Tati River und kurze Zeit später in der Gegend des heutigen Francistown gefunden hatte. Ihm folgten Scharen von Glücksrittern, die teils sogar aus so entfernten Regionen wie Amerika und Australien kamen.

Mit der rapide anwachsenden Einwohnerzzahl wurde der Ort Francistown gegründet, benannt nach Daniel Francis, der den Aufbau plante und überwachte. Ursprünglich bestand der Ort, vergleichbar mit dem Wilden Westen, nur aus einer Hauptstraße mit Saloons und Geschäften, die parallel zur Eisenbahnlinie Kapstadt - Kairo verlief. Heute leben 92.500 Menschen in Francistown, das entsprechend gewachsen ist und auch modernisiert wurde.

Noch heute findet man jedoch viele Zeugnisse der Vergangenheit:

Die Hauptstraße heißt in Gedenken an den Goldsucher Sam Andersen noch immer “Blue Jacket Street” Andersen wurde schon vor seiner Ankunft in Botswana berühmt, da er der erste Mensch war, der mit wenig mehr als seiner Schubkarre die westliche Wüste Australiens durchwanderte. In Francistow wurde er jedoch durch seine blaue Jeansjacke unsterblich, die er immer trug. Auch einige Minen aus dieser Zeit sind mit Namen wie “Jim’s Luck”, “Bonanza” oder “Lady Mary” unvergessen oder existieren zum Teil sogar noch heute.

Francistown selbst hat ein recht quirliges Nachtleben mit Casinos, Restaurants, Nachtklubs und einem Kino. Auch eine schöne Shopping Mall und bunte Märkte sind hier zu finden. Wichtig für alle Selbstfahrer ist natürlich die Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln, Getränken und Benzin versorgen zu können.

Das Supa Ngwao Museum ist das kulturelle Zentrum des nordöstlichen Botswana und veranschaulicht die Geschichte von Francistown und der Menschen der Region. Zu den Ausstellungsstücken gehören Töpfe, Körbe, Musikinstrumente und Holzschnitzereien der örtlichen Kalanga-Kultur. Das umfangreiche Haskins Archiv vermittelt viel Wissenswertes über die Geschichte Botswanas und Francistowns.

Ein kleiner Laden bietet handgemachte Produkte von fast 200 Künstlern der Region und auch von soweit her wie Maun und Thamaga.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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