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Gaborone

GPS: S24°39’441, E25°54’853

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Die Hauptstadt Botswanas, Gabarone, liegt im Südosten Botswanas, nur 15 km von der Grenze zu Südafrika entfernt, und ist mit über 250.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes.

Benannt wurde die lebhafte Stadt nach Kgosi (Häuptling) Gaborone, der den Batlokwa-Stamm in den 1880ern in diese Region führte. Sie ließen sich in Tlokweng nieder, der ersten urbanen Siedlung auf dem Weg in die Stadt von Südafrika kommend. In den frühen 1890ern wurde im heutigen “The Village near Tlokweng” ein koloniales Fort erbaut, dessen Reste noch heute nahe des Village Cinemas zu sehen sind.

Das sogenannte Bechuanaland war das einzige Gebiet weltweit, dessen Verwaltungszentrum (damals Mafikeng in Südafrika) außerhalb seiner eigenen Grenzen lag. Als mitte des letzten Jahrhunderts Pläne für die Unabhängigkeit aufkamen, mußte ein neuer Platz hierfür gefunden werden. Vorgeschlagen wurden Francistown, Shashe, Mahalapye, Artesia, Serowe, Lobatse, Gaborone, Maun sowie ein Ort im Tuli Block.

Aufgrund der strategischen Lage, der Nähe zur Eisenbahnlinie sowie Pretoria, bereits bestehender Verwaltungsbüros, eine guten Wasserversorgung und der Tatsache, daß der Ort mit keinem bestimmten Stamm verbunden war, führten zur Auswahl Gaborones.

In nur 3 Jahren entstand ein kompletter Regierungsitz mit Versammlungs- und Regierungsgebäuden, Büroblocks, einem Kraftwerk, Krankenhaus, Schulen, einer Radiostation, Polizeistationen, einer Post, Bank, Kirche, Geschäfte, ein Hotel, eine Brauerei und mehr als 1000 Häuser - Rechtzeitig zum Unabhängigkeitstag am 30.09.1966, an dem das Bechuanaland als Botswana als 11. britisches Protektorat Afrikas seine Unabhängikeit erlangte.

Heute gilt Gaborone als eine der am stärksten wachsenden Städte Afrikas und bietet den Einwohnern und Besuchern viele Einkaufszentren, exzellente Restaurants, Hotels, Sportvereine und Nachtclubs. Auch die Universität von Botswana, ein Stadion und Golfplätze gibt es hier.

Das Herz der Stadt ist die Main Mall (oder The Mall) mit Shops, Banken, Büro und einer Passage, wo Handwerkskunst und andere Dinge verkauft werden. Gegenüber des Civic Centres am östlichen Ende der Mall ist der Pula Arch, ein Denkmal zur Erinnerung an die Unabhängigkeit Botswanas.

Am oberen Ende der Mall liegt die National Assembly, umgeben von anderen Regierungsgebäuden, in der sogenannten government enclave. Auf dem gepflasterten Platz in ihrer Mitte gibt es ein Kriegsdenkmal für die 300 Batswana, die im 2. Weltkrieg im Kampf gegen den Faschismus gefallen sind. Auch eine Statue des ersten Präsidenten Botswanas, Sir Seretse Khama, steht hier.

Im 1968 eröffneten National Museum and Art Gallery an der Kreuzung Indpendence und Queens Road wird eine Sammlung traditioneller Handwerksstücke und Gemälde lokaler und regionaler Künstler gezeigt. Auch Werke von Thomas Baines (s. Baines Baobabs) werden hier gezeigt. Und - ungewöhnlich für die meisten Länder Afrikas - die Aids-Problematik, derer Botswana sich aktiv stellt, wird auch hier im Museum thematisiert.

Auf dem Gelände des Museums wurden zudem eine traditionelle Hütte und verschiedene Transportmittel der Vergangenheit wie Ochsenwagen und alte Fahrzeuge aufgestellt.

Die National Art Gallery gilt als einer der drei besten im Südlichen Afrika und zieht somit auch viele Künstler an, die ihre Werke hier ausstellen möchten. In der Octagon Gallery sowie Main Gallerey werden jedes Jahr ungefähr 18 unterschiedliche Ausstellungen gezeigt, darunter auch jährliche Veranstaltungen wie “Artists in Botswana”, “Children’s Art Competition” und “Thapong International”. Die meisten Ausstellungen sind dazu gedacht, die heimischen Künstler zu fördern

Etwas vom Stadtzentrum entfernt hat “El Negro” seine letzte Ruhestätte gefunden. Nach seinem Tod um 1830 wurde sein Grab geschändet, sein Leichnam nach Europa überführt und in einem Museum in Banyoles (Spanien) ausgestopft (!)  zur Schau gestellt. Erst nach Einschaltung von Persönlichkeiten wie dem Papst und UNO-Generalsekretär Kofi Annan sowie von Gerichten wurde “El Negro” trotz massiver Proteste der Museumsleitung sowie der Bewohner des Ortes zurück nach Afrika gebracht und fand in Gaborone endlich seinen Frieden. Obwohl er vermutilch gar nicht aus dem heutigen Botswana stammte.

Doch ein letztes Mal wurde die Würde dieses Menschen verletzt: Nur der Schädel und einige Knochen erreichten die afrikanische Heimat - Die Haut wurde mit der Begründung, durch vielfache Bearbeitung sei sie ja gar nicht mehr die “Orginal-Haut”, abgezogen und verblieb im Museum. Und dies in den 1990er Jahren!

In Gabarone erinnert nun eine Gedenktafel über seiner Grabstätte an das Schicksal dieses Mannes.

Der Kgale Hill am westlichen Ende der Stadt bietet nach dem Aufstieg wunderbare Ausblicke auf den Gabarone Dam und die Stadt. Dabei kann zwischen drei verschiedenen Wegen gewählt werden, die jeweils weniger als eine Stunde in Anspruch nehmen: Rusty’s Route auf der eher felsigen Seite, dem längeren Transfeldt Trail auf der Rückseite und der eher sanfte Aufstieg über den Sattel des Cross Kopje. Auf dem Kgale Hill lebt ein Schwarzadler-Nistpaar, eine Gruppe Paviane (in deren Nähe nichts gegessen werden sollte!) und auch ein Leopard soll desöfteren am Morgen gesichtet werden.

14 km von Gaborone entfernt an der Straße nach Lobatse liegt der St. Claire Lion Park. Hier gibt es nicht nur weiße Löwen zu bestaunen sondern es werden auch zahlreiche Aktivitäten wie Pferderitte und Motorradfahrten geboten, es gibt einen großen Kinderspielplatz, ein Restaurant, eine Bar, Campingplätze und Picknick-Sites. Im “Vulture Restaurant” werden die im Park lebenden Kapgeier gefüttert.

Das nur knapp 600 ha großte Gaborone Game Reserve ist ein beliebter Ausflugsort für die Bewohner und Besucher der Stadt.

1988 gegründet liegt das Schutzgebiet im Westen der Stadt, nahe dem Limpopp Drive. Am Eintrittstor erhält man eine Karte des Parks und kann ihn auf dem guten Wegnetz auf eigene Faust durchfahren.

Ein Teil des Parks wurde zum Schutz der zwei Nashörner im Park abgegrenzt, die man von bestimmten Straßen aus beobachten kann. Zudem leben hier im Park Impalas, Kudus, Gnus, Zebras, Strauße, Buschböcke, Springböcke, Duiker, Elen- und Oryxantilopen.

Sehr beliebt ist der Park auch bei Vogelfreunden, da die unterschiedlichen Vegetationen im Park eine große Zahl an Vögeln, auch Raubvögeln, anzieht.

Auch ein Besucherzentrum mit Informationen zum Park, Beobachtungsplätze für Wild und Vögel und einige Picknick-Sites sind im Park vorhanden.

Der Gabarone Dam am Notwane River ist für die Wasserversorgung der Hauptstadt zuständig und entwickelt sich mit dem ihn umgebenden tierreichen Waldland und hohen Hügeln auch immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Touristen, Erholungssuchende, Wassersportler und Angler. Der Yacht Club ist mit seiner Open Air-bar, dem Swimming-Pool und Restaurant ein beliebter Anziehungspunkt; und auch Bootsfahrten werden von hier je nach Wasserstand natürlich angeboten. Allerdings ist der Stausee nur für Wassersportarten ohne Motornutzung freigegeben. Ein Water Utilities Corporation Permit (Erlaubnisschein) muß allerdings erworben werden.

Da Billharziose-Gefahr herrscht und auch schon mal ein Krokodil im Wasser auftauchen kann, sollte man zum Schwimmen den Pool des Yacht Clubs nutzen.

Der Kalahari Fishing Club ist nur für Mitglieder geöffnet, doch vor einigen Jahren wurde City Scapes eröffnet, wo jedermann willkommen ist. Ein Erlaubnisschein, um das südliche Ufer des Sees zu besuchen, muß erworben werden, doch kann man in City Scapes einen schönen Tag mit Picknicks genießen oder eine Bootsfahrt unternehmen. Auch ein Kinderspielplatz sowie sanitäre Anlagen, auch für Übernachtungsgäste, sind vorhanden.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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