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Makgadikgadi Pans National Park

Die Salzpfannen im Makgadikgadi Pans National Park sind die größten der Welt. Sie sind Überreste eines gewaltigen Inlandmeeres, daß einen großen Teil des heutigen Botswanas vor ungefähr 100.000 Jahren bedeckte. Als tiefster Punkt des Meeres trocknete Makgadikgadi zuletzt aus, so daß die zurückbleibenden Salze und Minerale heute noch den Boden bedecken - eine gewaltige, flache weiße Fläche, die einen vermeintlich die Krümmung der Erde sehen läßt.

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Um die Salzpfannen herum liegt offenes Grasland mit kleinen Palmeninseln, das in der Regenzeit von Juni bis November zum Anziehungspunkt der größten Zebra-Wanderung außerhalb Tanzanias wird.

Durch die Vergrößerung des Naxi Pan National Parks 1992, der dadurch bis an den Makgadikgadi Pans National Park heranreicht, von dem er nur durch die Teerstraße von Nata nach Maun getrennt wird, wurden die alten Migrationsrouten der großen Herden wieder hergestellt. Auch der Makgadikgadi Pans National Park wurde 1992 noch einmal auf ca. 4.900 km² vergrößert und erhielt den Status eines National Parks. Die Makgadikgadi-Pfanne selbst ist, wenn sie komplett ausgetrocknet ist, sogar ca. 6.500 km² groß.

In der Regenzeit von Dezember bis März halten die großen Zebra- und Gnuherden, die Impalas Oryx-Antilopen und Sprinböcke sich im nördlichen Nxai Pan National Park auf, um dann in Richtung Süden zu wandern. Von Juni bis November weiden sie dann auf dem reichen Gras des Makgadikgadi Pans National Parks, vornehmlich um die Ntwetwe Pan im Südosten des Parks, und nutzen die vielen temporären Wasserlöcher. Weiter zur nächsten Trockenzeit hin ziehen sie dann den Boteti River entlang in Richtung Westen, bevor es im Dezember wieder zurück in den Nxai Pan National Park geht. Elefanten und Büffel sind in der Regel nur bei sehr nassen Bedingungen hier zu finden.

Auch viele Wasservögel, insbesondere Flamingos, bevölkern die Pfannen nach den ersten Regenfällen, um an den salzigen Wassern zu brüten - ein wunderbarer Anblick!

Dennoch kommen Besucher eher wegen der Einsamkeit, der rauhen Schönheit und der Stille in den Makgadikgadi Pans National Park als in der Hoffnung auf reichhaltige Tierbeobachtungen. Auch zu frühen Zeiten wurde die Region von Menschen bevölkert und auf Fahrten in die Pfannen, wie sie in der Trockenzeit teils mit Quad Bikes o.ä. angeboten werden, findet man immer mal wieder Steinzeitwerkzeuge, Pfeile und andere Artifakte, die natürlich nicht mitgenommen werden dürfen.

Um die dramatischen Veränderungen der Natur in Sommer und Winter zu erleben, sollte man beide National Parks unbedingt in beiden Jahreszeiten besuchen oder zumindest beide Parks während eines Besuchs, um die Unterschiede kennenzulernen und das Zusammenspiel der Pfannen zu verstehen.

Die Region ist Malaria-Gebiet und die Einnahme einer Malaria-Prophylaxe ist unbedingt empfehlenswert. Selbstfahrer benötigen unbedingt einen Wagen mit Allradantrieb, der auch genutzt werden sollte. Ausreichend Wasser, Nahrung und Treibstoff ist mitzuführen. Prinzipiell sollte für den Fall einer Panne mit im Tandem, also mit mindestens zwei Fahrzeugen gefahren werden.

Gweta ist für Selbstfahrer die nächstgelegene Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln und Treibstoff auszurüsten.

Beide Parks liegen an der Straße von Maun nach Nata; nur durch diese getrennt. 160 km östlich von Maun bzw. 45 km westlich von Gweta befindet sich die unauffällige Abzweigung zum Haupteingang des Makgadikgadi Pans National Park, von wo aus es noch 8 km bis zum Tor sind. Hier sind auch die Eintrittsgebühren zu entrichten.

Neben einigen privaten Camps und Lodges gibt es im Makgadikgadi Pans National Park 2 Campingplätze. Njuca Hills (sprich: Njugha) mit 2 Stellplätzen, von wo aus die Migration der Zebras und Gnus zu Beginn der Regenzeit wunderbar beobachtet werden kann, liegt 26 km südlich des Haupttores. Es gibt hier kein Wasser und Camper müssen sich komplett selbst versorgen.

Der öffentliche Campingplatz von Kumaga liegt 48 km südwestlich des Haupteingangs am Ufer des Boteti River gegenüber des gleichnamigen Dorfes und ist mit sanitären Anlagen und eine Wasseranbindung ausgestattet. Das Wasser kommt von einem Bohrloch und riecht zunächst unangenehm nach Sulfur, was sich aber bessert, wenn man es eine zeit lang stehen läßt. Trinkwasser sollte man jedoch in ausreichender Menge mit sich führen. Bei Kumaga ist zudem ein weiteres Tor, daß für den Parkbesuch genutzt werden kann, und im Ort kann man sich in geringem Maß mit dem Nötigsten eindecken.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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