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Moremi Game Reserve

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Das Moremi Game Reserve gilt als eines der schönsten und tierreichsten Wild- reservate in Afrika.

Schon vor 10.000 Jahren lagen hier die Jagdgründe der San-Buschmänner. 1961 entstand die Idee, hier ein Schutzgebiet einzurichten, welcher der Batawana-Stamm 1963 zustimmte. Benannt wurde der Park nach ihrem Häuptling Moremi. Nach mehreren Erweiterungen ist er heute 4.871 km² groß und bedeckt 20% des östlichen Okavango Deltas mit unterschiedlichen Vegetationsformen wie Lagunen, Schwemmebenen, Savannen, Mopane Woodland und Akazienwäldern, was auch zu der reichen Tierwelt beiträgt.

Neben einer artenreichen Vogelwelt lebt hier eine Vielzahl an Büffeln, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen, Schakalen, zahlreiche Antilopen inklusive der bedrohten Roten Moor- antilope (Red Lechwe) und besonders in der Trockenzeit zahllose Elefanten.

Ein besonderes Schutzprogramm, das 1989 gestartet wurde, ist dafür verantwortlich, daß ca. 30% der vom Aussterben bedrohten Wildhunde-Population Afrikas hier im Moremi Game Reserve lebt. Regelmäßig werden die Tiere gesichtet, von denen viele ein Halsband tragen, mit denen sie zu Forschungszwecken markiert wurden. Die wenigen verbliebenen Nashörnern wurden jedoch zum Schutz vor Wilderern größtenteils in andere Wildreservaten umgesiedelt.

Die besten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung gibt es in der Trockenzeit von Mai bis Oktober und dann besonders ab Juli, wenn die saisonalen Wasserlöcher ausgetrocknet sind und die Tiere sich an den verbliebenen permanenten Wasserstellen versammeln. Tagsüber ist es im afrikanischen Winter angenehm warm, doch nachts kann es sehr kalt werden, worauf man sich unbedingt einstellen sollte.

Auch in den übrigen Monaten lohnt sich durchaus ein Besuch, z.B. wenn mit der Regenzeit die Jungen geboren werden. Diese beginnt i.d.R. Ende November/ Anfang Dezember. Von Oktober bis dahin kann es extrem heiß werden, sowohl tagsüber als auch nachts.

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Die größte Landmasse des Deltas ist Chief’s Island mit ca. 1.000 km², ehemaliger Jagdgrund der Häuptlinge des Batawana-Stammes. Auf Beschluß der Batawana wurde die Insel jedoch in das Moremi Game Reserve eingegliedert und die Jagd ist dort nicht mehr erlaubt.

Neben Campingmöglichkeiten gibt es viele Lodges und Safari Camps im Moremi Game Reserve, von denen nur wenige überhaupt per Wagen zu erreichen sind, was dann sehr zeitaufwendig ist. Aus diesem Grund nutzen die allermeisten Lodge-Gäste die Möglichkeit, von Maun oder Kasane per Leichtflugzeig in die Camps zu fliegen. Dies bietet gleichzeitig spektakuläre Ausblicke auf das Delta und unvergleichliche Photo-Möglichkeiten.

Der Park kann nur mit einem Wagen mit Allradantrieb besucht werden und insbesondere, aber nicht nur, in der Regenzeit ist ausreichend Erfahrung damit unbedingt notwendig. Treibstoff ist in Moremi selbst nicht zu bekommen und muß in ausreichender Menge mitgeführt werden. Die nächste Versorgungsmöglichkeit, auch für Nahrungsmittel etc., ist in Maun (S19°59’170, E23°25’300). In geringem Maße kann man im Dorf Khwai mit seinen 300 Einwohnern Lebensmittel einkaufen. Bitte beachten Sie auch, daß man beim Überqueren des sogenannten “Veterinary Fence” kein Fleisch mit sich führen darf.

Für den Besuch des Moremi Game Reserves mit dem eigenen Fahrzeug gibt es verschiedene Strecken, die man wählen kann:

Von Maun fährt man nordöstlich über eine komplett geteerte Straße nach Shorobe (S°19°45’170, E23°40’410) und von dort aus weiter auf einer Schotterstraße bis zum Veterinärzaun. Von dort geht es auf tiefen Sandstrecken weiter, bis man an der aufkommenden Gabelung links abbiegt und durch Mopane und Akazien-Waldland fährt, das nur gelegentlich von offenem Grasland abgelöst wird. Aufgrund des weichen Untergrunds kommt man hier nur langsam voran.

Nach insgesamt 99 km ab Maun erreicht man das Maqwee Gate (South Gate), den südlichen Eingang zum Moremi Game Reserve (S19°26’955, E23°38’234). Hier gibt es auch einen kleinen Campingplatz mit sanitären Anlagen. Sein Essen sollte man aufgrund der Affen und Paviane gut verstauen.

Vom südlichen Tor kann man weitere 30 km weiter zum nördlichen Tor bei Khwai fahren, wo auch das Hauptquartier der Parkverwaltung liegt (S19°10’342, E23°45’095). Hier gibt es einen großen, schattigen Campingplatz mit Blick über den Fluß.

Eine andere Straße führt vom südlichen Tor für 58 km in nordwestliche Richtung über die First und Second Bridge (ca. S19°16’903, E23°22’557) bis zu einem Campingplatz an der Third Bridge (S19°14’411, E23°21’417). Hier an der Grenze zum Delta und zu Mboma Island (GPS Boat Station: S19°11’689, E23°16’291) gibt es in der Trockenzeit besonders viele Tiere zu sehen. Der so einladend aussehende Fluß mit seinem klaren Wasser ist Heimat von Krokodilen und man sollte - wie überall - nicht zu dicht ans Ufer treten. Wasser sollte aus der vorhandenen Leitung geholt werden!

Eine dritte Route führt vom südlichen Tor für 42 km durch das Herz des Mopane-Walds bis nach Xakanaxa (S19°11’885, E23°25’883). Auch hier gibt es einen öffentlichen Campingplatz mit Aussicht auf den Rand des Deltas sowie verschiedene Lodges. Von hier aus führt eine 45 km lange Route zum nördlichen Tor bei Khwai, die z.Zt. jedoch aufgrund des hohen Wasserstandes des Khwai River nicht passierbar ist.

Das Moremi Game Reserve ist ein Malariagebiet und die Einnahme einer Prophylaxe wird unbedingt empfohlen.

Wasser sollte vor Gebrauch abgekocht oder chemisch behandelt werden.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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