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Tsodilo Hills

GPS-Daten: S18°47’282, E21°44’866

In der flachen Landschaft der westlichen Kalahari erheben sich ca. 50 km westlich des Dorfes Sepupa (Sepopa, S18°44’759, E22°50’707) in einer Linie die vier Tsodilo Hills, einem Weltkulturerbe der UNESCO.

Von den San-Buschmännern erhielten die Hügel die ihre Namen:
Der sich mit 410 m am höchsten über die Ebene erhebene Hügel erhielt den Namen “The Male” (Der Mann). “The Female” (Die Frau) ist ca. 300 m hoch mit jedoch der fast dreifachen Fläche, während der ca. 2 km entfernt liegende Hügel “The Child” (Das Kind) nur 40 m hoch ist.

Der vierte Hügel hat keinen Namen, ist jedoch der San-Legende nach die erste Frau des Male Hills, die er jedoch verstieß, als er den höheren Female Hill traf und heiratete.

Für die San, die seit Jahrtausenden hier leben, ist Tsodilo Hills ein heiliger Ort, wo die Geister ihrer Vorfahren ruhen und ihre Götter innerhalb des Female Hills leben und von hier aus die Welt lenken. Der heiligste Ort ist nahe der Spitze des Male Hills, wo der Legende nach der erste Geist nach der Erschaffung der Welt niederkniete und betete. Zu dieser Zeit waren die Felsen noch weich und die San glauben, daß man die Abdrücke seiner Knie noch heute sehen kann.

Es heißt, daß diese Götter Unglück über jeden bringen, der in der Nähe der Hügel jagt oder tötet. So beschreibt der Autor Sir Laurens van der Post in seinem Buch “The Lost World of the Kalahari”, daß bei den Tsodilo Hills seine Kamera unerklärlicherweise streikte, sein Kassetten- rekorder nicht funktionierte und die Gruppe von einem Schwarm Bienen attackiert wurde. Als der einheimische Guide ihm erklärte, daß zwei Mitglieder der Gruppe auf dem Weg zu den Hügeln ein Warzenschwein und einen Steenbok getötet hatten, vergrub von der Post ein Entschuldigungsschreiben unter einer Platte mit Felszeichnungen, die heute nach ihm benannt ist. Augenscheinlich wurde die Entschuldigung von den Göttern akzeptiert, denn die Expedition konnte ungehindert fortgesetzt werden.

Die Hambukushu, die ebenfalls in dieser Region leben, glauben dagegen, daß die Hügel der Ort sind, wo Gott die Menschen auf die Erde hinabgesenkt hat.

Archäologische Studien haben gezeigt, daß bereits seit mindestens 100.000 Jahren Menschen bei den Hügeln leben. Über 4.000 Felszeichnungen wurden hier auf einer Fläche von 22 km² entdeckt, wobei die besten Besichtigungen am nördlichen Ende des Female Hills möglich sind.
 
Die Tatsache, daß Tsodilo komplett von anderen Felskunststätten im Südlichen Afrika getrennt ist, trägt zur mysteriösen und magischen Aura bei. Auch der Stil und die Motive der Zeichnungen unterscheiden sich von denen an anderen Stätten. Nur wenige erzählen scheinbar eine Geschichte; vielmehr zeigen viele der Zeichnungen einzelne Menschen und mehr als die Hälfte zeigt wilde und domestizierte Tiere, insbesondere Elenantilopen. Auch Umrisse und geometrische Muster sind unter den Zeichnungen zu finden.

Nahe der Hügel liegt eine kleine San-Siedlung sowie ein Dorf der Hambukushu, wo man auch Führer für einen Besuch der Hügel bekommen kann.

Um die Tsodillo Hills zu erreichen, benötigt man einen Wagen mit Allradantrieb. Direkt südlich nach Sepupa (Sepopa, S18°44’759, E22°50’707) biegt man von der Main Road Maun/Shakawe ab und folgt dem National Museum-Wegweiser.

Es gibt keine ausgewiesenen Campingplätze sondern es darf überall gecampt werden. Man sollte jedoch unbedingt berücksichtigen, daß Tsodilo eine heilige Stätte ist und sich respektvoll verhalten; möglichst sogar im Dorf um Erlaubnis bitten. Auch sollten natürlich sämtliche Abfälle etc. bei der Abfahrt mitgenommen werden.
 

Quelle GPS-Daten: The Shell Tourist Map of Botswana. Mit freundlicher Genehmigung des Botswana Tourism Boards

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