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Brandberg

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In der Erongo-Region im Westen Namibias liegt nicht weit von der Minenstadt Uis das Brandbergmassiv mit einer Fläche von 760 km². Schon von weitem sieht man das Massiv, daß sich 2.000 m über die Ebene erhebt - Ein wunderbarer Anblick.

Auch wenn das Gestein des Brandbergs an einigen Stellen durch den sogenannten “Wüstenlack” wie verbrannt wirkt, stammt der Name von der leuchtenden Farben, die der Berg bei Sonnenuntergang zeigt. Von den Herero wird der Ort auch “Omukuruwaro” genannt: Berg der Götter.

Die bekanntest Felszeichnung Namibias ist die “Weiße Dame”, eine von ca. 45.000 Felsmalereien im Brandberg-Massiv. Obwohl mittlerweile klar ist, daß die 1917 entdeckte Figur keine Frau sondern einen jungen Krieger darstellt, wurde der Name beibehalten. Die meisten Funde stellen Tiere da und zeugen so von dem früheren Wildreichtum dieser Region.

© Namibia Tourism Board-footseeker.com
Zur “Weißen Dame” führt ein markierter, nicht sehr einfacher Fußweg, für den man ca. 1 Stunde pro Weg braucht. Aufgrund der Hitze sollte man ihn nicht zur Mittagszeit laufen und unbedingt genügend Getränke dabei haben.

Aufgrund von Vandalismus mußten Schutzmaßnahmen ergriffen werden und somit ist die “Weiße Dame” seit Jahren nur noch hinter Gitter zu bewundern.

Die höchste Erhebung des Massivs ist der Königstein, der sich 2.573 m über dem Meerespiegel erhebt.

Der nächste Ort ist Uis, circa 30 km östlich vom Brandberg und ca. 100 km nordwestlich von Usakos. Dr. Paul von der Deutschen Kolonialgesellschaft  entdeckte die Zinnvorkommen im Jahr 1911. Zwölf Jahre später kaufte August Stauch, der die ersten Diamanten bei Kolmanskop im südlichen Namibia entdeckte, die Vorkommen in der Region um Usakos, Karibib, Omaruru und Uis auf. 1938 ging die Mine in den Besitz der deutschen Firma Krupp, deren Abbaupläne allerdings durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs vereitelt wurden, über und wechselte auch später noch häufiger den Besitzer. Bis 1990 wurden in der Uis-Mine Zinn- und Wolframerze abgebaut. Noch heute zeugen die Überreste der Förderanlagen sowie große, helle Abraumhalden von Quarzsand von dieser Vergangenheit.

Durch den zunehmenden Tourismus hat  Uis die Möglichkeit bekommen, den Verlust des Metallabbaus zu kompensieren. Es gibt einige private Unterkünfte in Uis sowie das Brandberg Rest Camp. In einer kleinen Edelsteinschleiferei werden Aquamarine und Turmaline verarbeitet und Einheimische verkaufen Mineralien.
 

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