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Caprivi

© Namibia Tourism Board
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Der “Caprivi-Streifen” wurde von den Deutschen 1890 zusammen mit Helgoland von England ertauscht, das im Gegenzug Sansibar erhielt. Benannt wurde er nach dem damaligen deutschen Reichskanzler Graf Georg Leo von Caprivi, der den entsprechenden Vertrag unterzeichnete.

Der Caprivi ist ein schmaler Land- streifen, der im Nordosten Namibias rund 400 Kilometer bis zu den Viktoriafällen führt. Die Absicht der Deutschen war, durch diesen Korridor den ersten Schritt für eine Landverbindung zwischen den Kolonien Deutsch-Südwest-Afrika sowie Deutsch- Ostafrika zu machen.

Der Caprivi ist mit den mächtigen Flüssen Okavango, Zambezi, Kwando und kleineren Läufen wie dem Linyanti und Chobe die wasserreichste Region Namibias. Als Folge gibt es hier eine große Zahl an Wildtieren - allen voran Elefanten, aber auch Antilopen, Raubkatzen und zahlreiche Vogelarten. Mehrere Gebiete des Caprivis wurden zu Wildreservaten erklärt, um die Tierwelt zu schützen. Zu diesen gehören z.B. Mudumu, Bwabwate und Nkasa Rupara (Mamili). Es gibt jedoch keinerlei Grenzzäune, so daß die Tiere weiterhin ihren Wanderwegen folgen können.

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Zu den landschaftlichen Highlights im Caprivi-Zipfel gehören die Popa Falls, ca. 200 km östlich von Rundu gelegen. Der Name führt ein wenig in die Irre - Hier handelt es sich nicht um einen Wasserfall sondern um Stromschnellen, durch die der Okavango einen Höhenunterschied von etwa vier Metern überwindet.

Seit 2001 führt der geteerte Caprivi Highway (B8) von Ost nach West und erleichtert die Reise enorm. Ganz im Osten liegt die Verwaltungshauptstadt Katima Mulilo direkt am Zambezi. Hier gibt es einen Grenzübergang nach Zambia, etwas weiter östlich führt die Ngoma Bridge nach Botswana und Zimbabwe.

Um Mietfahrzeuge mit über die Grenze zu nehmen ist eine besondere Genehmigung des Vermieters nötig. Man muß daher bei der Anmietung unbedingt angeben, ob man das Land verlassen möchte. Wenn Sie die Teerstraße verlassen und die angrenzenden Wildparks besuchen möchten, ist i.d.R. ein Wagen mit Allradantrieb notwendig; zudem sollte in einigen Gebieten nur “Kolonn”, sprich mit mindestens 2 Fahrzeugen gefahren werden.

In der Regenzeit von Dezember bis März gibt es starke Niederschläge und aufgrund der Temperaturen herrscht eine tropische Schwüle. Der Caprivi ist Malaria-Gebiet und eine Prophylaxe wird unbedingt empfohlen.
 

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