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Etosha National Park

Der Besuch des Etosha National Parks gehört zu den Highlights einer jeden Reise nach Namibia.

© Horst Hill

Nachdem die Zahl der Wildtiere Namibias durch Wilderei und exzessive Großwildjagd immer weiter geschrumpft war und die früher tausende Antilopen zählenden Herden nicht mehr existent waren, erklärte Gouverneur von Lindequist 1907 ein Viertel des heutigen Staatsgebietes, 99.526 km², zum Naturschutzgebiet.

Dies gab den Wildbeständen die Gelegenheit, sich zu erholen; doch da die parallel die einheimische Bevölkerung und die zugewanderten Siedler immer mehr Land benötigten, wurde das Naturschutzgebiet in mehreren Schritten verkleinert, bis der Etosha National Park Anfang der 1970er Jahre seine heutige Größe von ca. 23.000 km² erreicht hatte. Damit ist er immer noch so groß wie das Bundesland Hessen und zählt zu den größten Parks in Afrika.

Savanne und Bushland und im Norden Trockenwald, aber vor allem natürlich auch die Salzpfanne prägen den Nationalpark und bieten einer Vielzahl von Tieren eine Heimat: Elefanten, die großen Raubkatzen, Breitmaul- und Spitzmaulnashörner, etliche Antilopen, Giraffen, Zebras, Hyänen und ca. 300 Vogelarten sind nur einige davon.

Das Wasser, daß sich in der Regenzeit von Dezember bis April teils in der 5.000 km² großen Salzpfanne ansammelt, ist aufgrund des Salzgehalts nicht genießbar, doch wachsen hier an einigen Stellen proteinreiche Gräser, die gerne von Gnus, Springböcken und Zebras gegessen werden. Über den ganzen Park verteilt gibt es jedoch viele Wasserstellen für die Tiere, die das Parkgebiet aufgrund der vorhandenen Zäune in Dürrezeiten nicht verlassen und ihre jahrhundertealten Wanderrouten nicht mehr nutzen können.

Den größten Teil des Jahres bildet jedoch eine helle, trockene Salz- und Kalkschlammfläche die Pfanne, die auch der Namensgeber des Parks ist: “Etosha” bedeutet in der Sprache der Oshivambo “großer, weißer Platz”.

Der Park ist heute für Touristen zweigeteilt. Der östliche, von der 5000 km² großen Etosha-Pfanne geprägte Teil ist für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Ein Allradfahrzeug ist hier nicht nötig. Der westliche Teil dagegen darf nur in Begleitung registrierter Reiseführer besucht werden. Die beste Zeit für eine Safari sind die Trockenmonate von Mai bis September. Während der Regenzeit von November bis März ist jedoch die günstigste Zeit für Vogelbeobachtungen.

Unterkunft im Park bieten die staatlichen Restcamps Okaukuejo, Namutoni und Halali, die insbesondere in der Hochsaison unbedingt im Voraus zu buchen sind. Auch außerhalb des Parks gibt es (zumeist gehobenere und damit auch teurere) private Unterkünfte, von denen aus der Park besucht werden kann. In den Restcamps werden seit Anfang 2007 erstmals auch nächtliche Pirschfahrten im Landrover angeboten.

Drei Tore gewähren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Zugang zum Park: Das  Haupttor “Anderson Gate” im Süden bei Okaukuejo, im Westen bei Namutoni das “Von Lindequest Gate” sowie das relativ neue “King Nehale Gate” (“Nehale lya Mpingana Gate”) im Nordosten. Letzteres ermöglicht den direkten Zugang zum Park vom Ovamboland aus. Jedoch muß man mindestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang in den Park hineinfahren, um das Namutoni Camp rechtzeitig zu erreichen, das wie die anderen Camps ebenfalls bei Sonnenuntergang geschlossen wird.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung im Park ist unbedingt einzuhalten. In der Regenzeit (i.d.R. November bis ca. Mai/Juni) ist der Etosha Park ein Malaria-Gebiet. Insbesondere während der “großen Regenzeit” von Januar bis März ist Vorsicht geboten. Die Einnahme einer Prophylaxe sowie Schutz gegen Mückenstiche wird empfohlen.
 

© 2008 - 2015 Nyala Tours e.K.

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