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Gobabis

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Gobabis ist eine kleine Stadt ca. 200 km östlich von Windhoek an der B6.. Von hier aus sind es noch 110 km bis zum Grenzübergang Buitepos/ Mamuno nach Botswana, was Gobabis zu einem wichtigen Zwischen- stop macht.

Gobabis selbst wird aufgrund der umfangreichen Rinderhaltung auch als “Little Texas of Namibia” bezeichnet. Die Statue eines Bullen mit der Inschrift “Welcome to Cattle Country” begrüßt die Besucher der Stadt.

Die Stadt liegt an der Grenze zur Kalahari-Wüste in traditionellem Herero-Gebiet und die Landschaft wird durch Savannen, Kameldornbäume und Akazien bestimmt. Durch die Fertigstellung des Trans-Kalahari Highways 1998, der vom Atlantik quer durch das Südliche Afrika bis zum Indischen Ozean in Mozambique führt und auch Gobabis berührt, hat noch einmal zu einem Aufschwung der Stadt geführt, der noch andauert. Die Strecke von Windhoek nach Johannesburg ist nun innerhalb von 2 Tagen zu bewältigen.

Um 1840 ließen sich hier die aus der Kapprovinz eingewanderten Orlam nieder, die heute auch als “Khaua”, “Amraalscher Stamm” (nach ihrem Häuptling) oder “Stamm von Gobabis” bezeichnet werden. Im Jahr 1956 eröffnetete Friederich Eggert von der Rheinischen Missionsgesellschaft auf Wunsch des Häuptlings hier eine Missionstation mit angeschlossener Schule, woraus sich die heutige Stadt mit ca. 16.000 Einwohnern entwickelte. Die Kirche wurde 1861 geweiht.

1864 starb Häuptling Amraal und kurze Zeit später auch sein Sohn. Es kam zu Streitigkeiten und der Stamm teilte sich auf in einen friedlicheren sowie einen streitbareren Teil. Hinzu kamen Kämpfe zwischen den verfeindeten Herero und Nama, was 1865 schließlich zum Hereroaufstand von Gobabis und zur Vertreibung der Missionare führte. Die Kämpfe zwischen den den verschiedenen Stämmen gingen weiter, bis Gobabis 1895 offiziell unter den Schutz der Deutschen Schutztruppen gestellt wurde, was die Kämpfe dennoch nicht stoppte. 1897 kam es zudem in diesem Gebiet noch zur Rinderpest, die Ursache für den weiteren Niedergang von Gogabis und der Verarmung der Bevölkerung war.

Noch heute steht das damals erbaute Lazarett, das zum Nationaldenkmal erklärt wurde.

Im Gogabis Museum in der Elephant Street werden vornehmlich Erinnerungsstücke an die Kolonialzeit gezeigt. (Tel. 062 - 562 489)

Ca. 90 km nördlich von Gogabis liegt die Harnas Wildlife Foundation, deren Ziel der Schutz von Großkatzen ist. Hier leben neben vielen Antilopen, Krokodilen, Wildhunden, Stachelschweinen und vielen weiteren Tieren auch Leoparden, Löwen und Geparden, die in anderen Regionen Namibias Vieh gerissen haben und somit vom Tod bedroht waren. Auch verwaiste, verletzte oder misshandelte Tiere werden hier aufgenommen und versorgt. Viele Tiere sind schon zuvor in menschlicher Obhut gewesen und könnten in der Wildnis nicht überleben. Sie werden in halbwilden Gehegen gehalten. Ziel ist es, die 10.000 ha große Farm komplett in ein Schutzgebiet für ausgewählte Raubtierarten, einschließlich des bedrohten Wildhundes, umzuwandeln und möglichst noch weitere angrenzende Ländereien hierfür zu erwerben.

Um die Harnas Wildlife Foundation zu erreichen biegt man 6 km östlich von Gobabis links auf die C22, die nach 10 km zur Schotterpiste wird. Nach weiteren 30 km biegt man rechts ab, nach 7,5 km wiederum links. Von hier aus sind es noch 38 km bis zum Eingangstor von Harnas auf der linken Seite. Eine Ausschilderung ist vorhanden und auch Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden.

Die Öffnungszeiten der Harnas Wildlife Foundation sind von 08.00 - 17.00 Uhr (Winter) bzs. 18.00 Uhr (Sommer). Tel: 062 - 682035
 

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