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Kaokoveld

Das ca. 50.000 km² große Kaokoland wird im Norden vom Kunene River, im Westen von der Skelettküste begrenzt, während das Kaoko-Kalk-Plateau im Osten in die Hochfläche des Ovambovelds übergeht. Da Kaokoveld gehört zu den ursprünglichsten Regionen Namibias und ist die Heimat der Himba, einem sehr traditionellen Volk von Halbnomaden.

Das Kaokoveld ist sehr bergig; insbesondere die Zebraberge, der Ehombo und das Baynes-Gebirge erheben sich über das Veld. Mit Ausnahme der Region direkt am Kunene ist das Gebiet sehr trocken, wobei im Norden und Nordosten die meisten Niederschläge fallen, im Süden und Westen jedoch extrem wenig.

Die Vegetation ist entsprechend sehr karg und auch die früher große Zahl an Antilopen, Kudus, Elefanten, Löwen und Nashörner ist durch die Jagd stark zurückgegangen. Im Flußtal des Huab hat sich jedoch eine kleine Population der “Wüstenelefanten” gehalten, die man mit etwas Glück entdecken kann. Noch ist unklar, ob es sich um eine eigene Art handelt; doch zumindest die Verhaltensweisen unterscheiden sich aufgrund des Lebens in dieser kargen Umgebung in vielerlei Hinsicht stark von denen der Elefanten in den Savannen Afrikas.

Das Kaokoveld gilt als Mekka der Individualtouristen, doch wird dies vor Ort schon nicht mehr so gern gesehen. Zudem ist das Gebiet größtenteils nur mit Geländefahrzeugen (Allradantrieb) befahrbar und verlangt von den Fahrern sehr gute Kenntnisse im Umgang mit diesen. Dies sollte nicht unterschätzt werden!

Das Gelände und die meisten Pisten sind sehr sandig oder extrem steinig, zudem gibt es nahezu keine Beschilderungen. Als schwierigster Abschnitt gilt der “Van Zyl’s-Pass”, der durch die Otjihipa-Berge westlich von Otjitanda führt. Teils extreme Steigungen, grobes Geröll, scharfkantige Gesteinsbrocken fordern dem Fahrer alles ab. Für die rund 10 km lange Strecke, die nur von Osten nach Westen zu bewältigen ist, benötigt man rund 3 Stunden. Ein kraftvoller Motor und viel Bodenfreiheit ist notwendig.

Es empfiehlt sich, das Kaokoland nur in Begleitung eines erfahrenen Führers zu bereisen und in einer Kolonne von mindestens zwei Fahrzeugen zu fahren. Die Geländewagen sollten unbedingt mit mindestens 2 Reservereifen, Reservekanistern, einem guten Wagenheber, Werkzeug und eine Luftpumpe ausgestattet sein. Ausreichend Benzin, Trinkwasser und Lebensmittel und auch gutes Kartenmaterial sind mitzuführen. Es gibt keinen Mobilfunkempfang, so daß man im Notfall keine Hilfe herbeirufen kann.

Selbstfahrer sollten ausreichend Erfahrung mit dem Fahren im Allradmodus haben oder aber vor der Tour ein entsprechendes Training absolvieren. Nur die Epupa Falls im Norden sind auf der Pad C43 gut ohne Geländefahrzeug zu erreichen. Allerdings ist bei starken Regenfällen Vorsicht geboten, da sonst trockene Flußbetten, durch die die Straße führt, Wasser führen können.

Im Kaokoveld gibt es keine festen Unterkünfte und nur wenige Campingplätze, die zumeist Safari-Anbietern gehören. Wildes Campen ist erlaubt.

Der einzig größere Ort im Kaokoland ist das Verwaltungszentrum der Kunene-Region;

Opuwo ist Heimat von ca. 5.000 Menschen, vornehmlich Himba und ihre Verwandten, die Hereros, die sich jedoch den Himba überlegen fühlen. Opuwo ist ein wichtiger Versorgungsort und jeder Reisende sollte sich hier noch einmal mit Benzin und Lebensmitteln eindecken, wobei das Angebot auch hier nicht unbedingt groß ist. Im Kaoko Information Centre bekommt man aktuelle Informationen und kann ortskundige Führer als Begleitung anheuern.
 

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