Google
 


Lüderitz

© Namibia Tourism Board
Lüderitz ist immer ein kleiner, ruhiger - ja etwas verschlafener - Ort geblieben. Dies vermittelt aber gerade in Verbindung mit den farbenprächtigen Häusern aus der deutschen Kolonialzeit, die von den ca. 20.000 Einwohnern liebevoll gehegt werden, einen besonderen Charme.

Die Bucht an der Lüderitz liegt, wurde bereits 1488 vom portugiesischen Seefahrer Diaz entdeckt. Die Geschichte von Lüderitz und damit auch der Kolonie “Deutsch-Südwest” begann jedoch erst im Jahr 1883, als der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz die Bucht für 10.000 Mark und 260 Gewehre vom Nama-Häuptling Joseph Fredericks kaufte. Ein Jahr später wurde das Gebiet dann unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt und die ersten Soldaten kamen in das heutige Namibia.

Adolf Lüderitz selbst brachte sein Besitz kein Glück - Die erhofften Edelmetalle wurden nicht gefunden, die Trinkwassersuche war vergeblich und als seine finanziellen Mittel schließlich erschöpft waren, mußte er die Lüderitz-Bucht an die Deutsche Kolonialgesellschaft verkaufen. Zunächst nur aus einigen Holz- und Wellblech-Gebäuden bestehend fing die Entwicklung der Stadt erst 1908 mit den ersten Diamantenfunden in der Region richtig an. Aus dieser Zeit stammen auch die Kolonialbauten im Jugendstil und wilhelminischen Baustil, die heute das Bild der Stadt mitbestimmen.

© Namibia Tourism Board
So erhebt sich die 1911 erbaute, evangelisch-lutherische Felsenkirche über der Stadt. Weitere sehenswerte Bauten sind das Kapps-Hotel, das Woermannhaus in der Hafenstraße sowie das Goerke-Haus; für einen erwarteten Besuch des deutschen Kronprinzen erbaut und später Sitz des Magistrats.

Informationen zur Geschichte der Stadt und des Diamantenabbaus erhält der Besucher im Museum in der Diaz Straße. Von Shark Island aus, wo es auch ein Denkmal zu Ehren Adolf Lüderitz’ gibt, hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt mit ihrem Hafen. Auch die im Jahr 2000 geöffnete “Waterfront” lohnt einen Besuch, wobei sie bei weitem noch nicht mit ihrem Kapstädter Vorbild vergleichbar ist.

Die Halbinsel um Lüderitz, ein Naturschutzgebiet mit einer schönen Lagune, wo viele Flamingos und andere Vögel leben, kann durchfahren werden Am nahegelegenen Agate Beach kann man mit etwas Glück Achat-Splitter oder eine aus kristallisiertem Gips bestehende Sandrose finden. Die Mitnahme ist jedoch verboten! Für die seefesten Besucher empfiehlt sich die Fahrt mit einem Segelschoner zur Halifax Insel, wo eine Pinguin-Kolonie zuhause ist.

In der Umgebung des Ortes lohnt ein Besuch der Geisterstädte Kolmanskop und Elizabeth Bay sowie des Bogensfelses.

Haupteinnahmequelle neben dem Tourismus ist der Diamantabbau sowie die Fischerei. So bekommt man überall in der Stadt delikaten fangfrischen Fisch, Austern und Langusten. Für die Zukunft ist die Ausbeutung des vor einiger Zeit entdeckten “Kudu-Erdgas-Feldes” geplant, was der Entwicklung der Stadt weiteren Auftrieb geben soll.

Alle Angaben auf dieser Seite sind nach bestem Wissen zusammengestellt.
Es kann jedoch keine Garantie übernommen werden, daß sie immer und zu jeder Zeit aktuell sind. Jegliche Haftung wird daher ausgeschlossen.

Impressum
Sie möchten auf dieser Seite werben?   You would like to advertise on this page?


TV Spielfilm