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Okahandja

75 km nördlich von Windhoek liegt die 20.000-Einwohner-Stadt Okahandja, auch “Gartenstadt Namibias” genannt, an der B1. Der Name stammt aus der Sprache Otjiherero und bedeutet “Platz, wo zwei Flüsse zusammenfließen, um einen Breiten zu bilden”.

Die Geschichte Okahandjas beginnt 1800, als Herero und Nama sich hier niederliessen. 1827 kam mit dem deutschen Pastor Heinrich Schmelen der erste Europäer nach Okahandja, der den Ort “Schmelen Verwachtung” nannte. 1844 kamen dann mit Hugo Hahn und Heinrich Kleinschmidt zwei Missionare der Rheinischen Mission, welche die Einheimischen zum Christentum bekehren sollten.

Am 23. August 1850 kam es zum “Blutbad von Okahandja” auf dem heutigen “Moordkoppie”, hinter der Schule gelegen. Die Schlacht war der Auftakt von Feindseligkeiten zwischen den Nama und den Herero, die wenige Jahre später in einen siebenjährigen Krieg mündeten. Herero-Häuptling Maherero besiegte die Nama, die sich mit der Bitte um Schutz an die Deutschen Schutztruppen wandten.

Obwohl schon früher Gebäude entstanden waren, gilt der 25. Juni 1894, als ein deutscher Militärposten in Okahandja errichtet wurde, als Datum der Ortsgründung. Im selben Jahr wurde ein mit Kamelen betriebener Postdienst eingerichtet; das erste Postamt wurde 1896 an der Main Street errichtet, wo es heute noch steht. Mit dem Bau der ersten Eisenbahnverbindung sowie einer Telefonleitung 1909 kam es zu weiterem Aufschwung in Okahandja.

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Jedes Jahr kommen am Maherero Day am letzten Sonntag vor dem 26. August tausende Hereros nach Okahandja, um den zwei Herero-Häuptlingen Kahimunua und Nikodemus in einer farbenprächtigen Prozession mit traditionellen Kleidern, Militär-Outfits und Pferden zu gedenken, die von den Deutschen bei Gobabis erschossen und in der Bantu Kirche begraben wurden. Die Prozession startet am Begräbnisort und führt zu einer Stelle an der Windhoek Road, wo es ein großes Fest gibt.

In Okahandja gibt es viele Geschäfte, Tankstellen, Autowerkstätten, ein Krankenhaus und auch Banken bzw. Geldautomaten, so daß Selbstfahrer sich hier gut versorgen können.

Die größte Attraktion der Stadt ist der Holzschnitzermarkt, wo man wunderschöne Souvenirs aus Holz und auch Stein erwerben kann, die zumeist vor Ort hergestellt wurden.

Besucher des Reitclubs können im Clubhaus historische Photos desselben sowie anderer Häuser und Geschäfte Okahandjas aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts anschauen.

25 km westlich von Okahandja entfernt liegen die heilenden Thermalquellen von Groß-Barmen, die eine Besuch wert sind. Das Von Bach Recreation Resort liegt nur wenige Kilometer von Okahandja entfernt an einem Damm, der die hauptsächliche Wasserquelle für Windhoek ist, und umfasst zudem ein 4.300 ha großen Wildpark. Angler können im Büro des Resorts eine Angelerlaubnis erwerben.

Neben einer Vielzahl an Unterkünften in Okahandja gibt es in den umliegenden Gebieten auch viele Game Lodges.
 

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