Google
 


Omaruru

herero-frauen_ntbfs
Die kleine Stadt Omaruru mit knapp 15.000 Einwohnern liegt 230 km nordwestlich von Windhoek entfernt an der C33.

Der erste Europäer, der diese Region erreichte war 1851 der Missionar Hugo Hahn und der Entdecker Charles Anderson errichtete angezogen von der großen Zahl an Wild 1858 ein Jagdcamp. Schon 1880 waren alle Elefanten, Nashörner, Löwen und Giraffen, die hier lebten, ausgerottet. Heute haben sich die Bestände erholt und Lodges bieten Pirschfahrten an.

Die Stadt selber wurde 1870 mit der Ankunft des Missionars Gottlieb Viehe gegründet, doch bereits einige Jahre zuvor siedelten sich hier Hereros an. Aus ihrer Sprache leitet sich der Name der Stadt ab: Omaere omaruru bedeutet “bitterer Omaere” (traditionelles Milchprodukt) - Und so schmeckte augenscheinlich die Milch des Viehs, wenn sie von einem bestimmten Busch, der hier wächst, gegessen hatten.

Viehe übersetzte hier die Bibel in die Herero-Sprache und viele Angehörige dieses Volkes konvertierten zum Christentum.

In den 1880ern wurde Omaruru wiederholt während der Kriege zwischen den Herero und Nama angegriffen, bevor 1889 Frieden geschlossen wurde. 1894 wurden die Deutschen Schutztruppen hier stationiert, was zu weiterem Wachstum führte. Bereits 2 Jahre später gab es in Omaruru die meisten europäischen Siedler in ganz Namibia.

1904 wurde die Stadt während der Herero-Aufstände belagert. Hauptmann Franke, der militärische Befehlshaber, unterstützte mit einem Großteil seiner Truppen die Bekämpfung des Aufstandes bei Gideon und eilte, als er die Nachricht erhielt, innerhalb von 5 Tagen fast 400 km zurück und entsetzte Omaruru. In Erinnerung daran wurde 1907 der Franke-Turm errichtet.

Jedes Jahr am letzten Wochenende vor dem 10. Oktober veranstalten die Herero einen Marsch zum Friedhof, wo ihr ehemaliger Führer Wilhelm Zeraua begraben liegt.

Omaruru ist heute ein beschaulicher von Bergen umgebener Ort, der dank seiner Lage am gleichnamigen Fluß und eines ausreichenden Grundwasserspiegels relativ grün ist. Hier befindet sich an der D2328 auch die Kristall Kellerei, die bislang einzige Weinkellerei Namibias, die 1990 gegründet wurde und 5 Jahre später die erste Weinlese halten konnte. In einer kleinen Taverne können die Weine (Colombard und Ruby Cabernet) bei einer kleinen Mahlzeit genossen werden.

Viele Künstler leben und arbeiten in Omaruru, deren Werke man natürlich auch besichtigen kann. Beliebt ist ein Stop im “Sand Dragon”, wo Kunstwerke ebenso ausgestellt werden wie Schmuckstücke der Goldschmiedin Karen, die das Haus mit ihrem Mann betreibt. Auch ein kleines Bistro und ein Internetcafé findet man hier.

Für Übernachtungsgäste bieten sich verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten.
 

Alle Angaben auf dieser Seite sind nach bestem Wissen zusammengestellt.
Es kann jedoch keine Garantie übernommen werden, daß sie immer und zu jeder Zeit aktuell sind. Jegliche Haftung wird daher ausgeschlossen.

Impressum
Sie möchten auf dieser Seite werben?   You would like to advertise on this page?


TV Spielfilm