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Sesfontein

Der kleine Ort Sesfontein, ca. 130 km nördlich von Opuwo und 200 km nordwestlich von Khorixas gelegen, wird oft als das “Tor zum Kaokoveld” bezeichnet.

Der Name Sesfontein ist afrikaans und bedeutet “Sechs Quellen”. Der Ort selber hat nicht viel zu bieten; wirkt aber wie eine kleine Oase in der wüstenhaften, von vielen Felsen und Trockenflüssen geprägten Umgebung.

1896 wurde das Fort Sesfontein durch die Regierung Deutsch-Südwestafrikas erbaut, um von hier aus den Waffenschmuggel, Wilderei und auch die Rinderpest zu kontrollieren. Später verfiel das Fort zu Ruinen und nur ein kleiner Soldatenfriedhof diente noch als Beleg für die Stationierung der Schutztruppe. Mittlerweile wurde das Fort jedoch wieder aufgebaut und beherbergt heute die Fort Sesfontein Lodge.

Von Sesfontein aus werden verschiedene Tagesausflüge angeboten. So gibt es die Möglichkeit, das Nomadenvolk der Himba zu besuchen oder die im Tal des Hoanib, eines nur seltenen wasserführenden Flusses, lebenden Wildtiere wie Löwen, Antilopen und Giraffen zu beobachten.

© Namibia Tourism Board
Auch die seltenen Wüstenelefanten, eine nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eigenständige Art neben den Steppen- und Waldelefanten Afrikas, leben hier. Sie haben sich sehr gut an die Wüstenbedingungen angepasst und haben beispielsweise eine größere Auflagefläche ihrer Sohlen, um nicht so stark im Sand zu versinken. Auch trinken Sie nur jeden 3. oder 4. Tag, können enormer Hitze widerstehen und wandern täglich bis zu 70 km entlang des Hoanib auf der Suche nach Nahrung und Wasser.

In Kaokoveld und im Damaraland in Namibia sollen noch ca. 120 Wüstenelefanten leben. Davon, daß sie auch im trockenen Flußbett verborgene Wasserreserven freilegen, profitieren auch die anderen Tiere, die nicht über dieses Gespür und diese Fähigkeit verfügen und ihren Durst an den Wasserlöchern der Elefanten stillen.

Ca. 60 km vom Ort entfernt wurden vor einiger Zeit die Felsgravuren von Sosos gefunden, die bislang jedoch noch nicht erforscht sind. In Sandstein graviert finden sich hier Bildnisse der afrikanischen Tierwelt.

Für die Fahrt von Opuwo nach Sesfontein bzw. umgekehrt empfiehlt sich die Nutzung eines Fahrzeugs mit Allradantrieb, da ein sehr steiler Pass überwunden werden muß.
 

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