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Walvis Bay

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Rund 30 km südlich von Swakopmund liegt Walvis Bay am Atlantischen Ozean mit der Namibwüste im Rücken.

Die Bucht ist ein natürlicher Tiefseehafen und war darum lange Zeit hart umkämpft.

Als erster Europäer erreichte der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz die Bucht am 8. Dezember 1487, und nannte sie “O golfo de Santa Maria da Conceição, nahm sie jedoch nicht für sein Land in Besitz. Erst 1840 wurde Walvis Bay und die umliegenden Gebiete von den Briten annektiert, um die sichere Fahrt für britische Schiffe um das Kap von Afrika zu garantieren und gleichzeitig den kolonialen Amibitionen des deutschen Reichs zuvorzukommen.

Im Jahre 1910 wurde Walvis Bay zusammen mit der ehemaligen Kapkolonie Teil der neuen Union of South Africa. Nach Grenzstreitigkeiten mit der deutschen Kolonialmacht in Deutsch-Südwest wurde der Enklave Walvis Bay schließlich eine Größe von 1.124 km² zugestanden.

Zu Beginn des 1. Weltkriegs nahmen die Deutschen Schutztruppen Walvis Bay ein, daß jedoch schon 1915 dürch südafrikanische Truppen entsetzt wurde. Walvis Bay wurde nach dem für die Deutschen verlorenen Krieg in das aus “Deutsch-Südwest” neu geformte South-West Africa integriert, das aufgrund einer Entscheidung der Vereinten Nationen unter der Kontrolle von Südafrika stand.

Als sich Ende der 70er Jahre die Gründung des Staates Namibia abzeichnete, unterstellte Südafrika die Enklave auf Basis der ursprünglichen Annektion wieder seiner direkten Kontrolle. Trotz Verhandlungen blieb dieser Status Quo auch mit dem Erreichen der Unabhängigkeit Namibias 1990 bestehen, was sich erst am 28. Februar 1994 änderte, als Walvis Bay formell an Namibia übertragen wurde.

Heute leben mehr als 60.000 Einwohner in Walvis Bay, das insbesondere für reichhaltige Vogelwelt an seiner Lagune, einem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, bekannt, wo sich bis zu 160.000 Vögel und zudem auch Robben, Delphine und manchmal Wale tummeln. Dazu kommen während der alljährlichen Migrationszeiten noch 200.000 Küstenvögel, die sich hier auf Ihrer Reise stärken. So sind beispielsweise 80% der Flamingos des Südlichen Afrikas von den Nahrungsgründen in der Lagune von Walvis Bay abhängig. Fernglas nicht vergessen!

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Jeden morgen werden Bootsfahrten auf die Lagune angeboten, während denen man bei frischen Austern und einem Glas Sekt auf die Suche nach Delphinen und Robben geht (letztere springen teilweise sogar in das Boot!). Auch die künstliche Vogelinsel, Zentrum einer Guano-Industrie, und Pelican Point wird angesteuert.

Andere Wasser-Angebote sind Kayaking auf der Lagune, Angeln vom Strand oder Boot (Geführte Ausflüge, Permits notwendig).

Auch der Strand und die Wüste bieten sich für eine Vielzahl von Aktivitäten an. Verschiedene Anbieter offerieren Desert Quad Biking, Dune Paragliding, Dune Sandboarding, Ausflüge in die Namib-Wüste und 4 x 4 Trails, auch nach Sandwich Harbour. Im Reitclub können Pferde für Ausritte gemietet werden und auch Panorama-Rundflüge können gebucht werden.

20 Minuten von Walvis Bay entfernt liegt mit der Dune 7 die höchste Küstendüne der Region. Der anstrengende Aufstieg wird durch einen wunderbaren Ausblick belohnt.

Jährlich findet zudem die “Speedweek” statt, wo die Wind- und Kitesurfer die hervorragenden Bedingungen für ihren Sport ausnutzen. Geschwindigkeiten von mehr als 23 m/Sekunde werden erreicht!

Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Hafen von Walvis Bay, der ebenfalls besichtigt werden kann. Das dafür notwendige Permit erhält man im Security Office am Eingang zum Commercial Harbour an der 13. Straße. Hier gibt es nicht nur das tägliche Hafengeschäft mit dem Be- und Entladen der Frachtschiffe zu sehen, sondern immer wieder legen auch Kreuzfahrtschiffe hier im Hafen an. Auch wird auf großen Salzfeldern Meersalz gewonnen.

In der Stadt selbst liegt das Civic Center and Museum, wo man sich über die Geschichte von Walvis Bay informieren kann. Der 9-Loch Golfplatz zwischen der Union Road und der 18th Street North ist auch für Besucher geöffnet.

Die Rheinische Mission Church (Ecke 5th Road & Hage Geingob Street) gilt als das älteste Gebäude der Stadt. Sie wurde 1880 in Hamburg gebaut und dann per Schiff nach Walvis Bay gebracht.

In der 5th Road befindet sich auch der Bahnhof, wo die gut erhaltene historische Hope Locomotive besichtigt werden kann. Neben der Bahnverbindung nach Windhoek ist Walvis Bay per Auto über die B2 zu erreichen. Auch einen internationalen Flughafen besitzt die Stadt.

Natürlich gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten in Walvis Bay. Das Longbeach Resort mit seinen offenen Stränden, Gezeiten-Pools, einem Restaurant, einer Bar und Grillmöglichkeiten ist zudem auch für Tagesbesucher geöffnet.

Das Klima in Walvis Bay wird durch den kühlen Atlantik geprägt und auch im Hochsommer sind die Temperaturen sehr angenehm.
 

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