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Ficksburg

© South African Tourism
An der “Highlands Route” im östlichen Free State liegt das Städtchen Ficksburg, das auch als “Tor zu Lesotho” bezeichnet wird. Am Fuße des Imperani Mountain sowie am Caledon River, der Grenze zu Lesotho, gelegen, bieten sich wunderbare Blicke auf die majestätischen Maluti- Berge, deren Hänge im Winter vom Schnee bedeckt sind.

Schon seit Jahrtausenden wird die Region von Ficksburg besiedelt; zunächst von den Buschmännern, später kamen die afrikanischen Völker, von denen die Basatho sich hier niederließen. Nachdem schon zuvor Jäger und Voortrekker kamen, ließen sich im August 1834 mit dem Missionar Reverend James Allison und seiner Frau die ersten europäischen Siedler inmitten des Batlokoa-Stammes nieder.

Im Dezember 1837 suchte der Führer der Voortrekker Piet Retief den Häuptling Sekonyella auf, und verlangte die Herausgabe des Viehs, das zuvor vom Zulu-Häuptling Dingaan gestohlen wurde. Nach der Rückgabe der Tiere wurden Retief und ca. 500 seiner Leute jedoch von Dingaan getötet, was letztendlich zur Schlacht am Blood River führte.

Dennoch ließen sich immer mehr weiße Siedler nieder und es kam unausweichlich zu territorialen Konflikten zwischen ihnen und den Basotho, die unter ihrem Häuptling im Jahr 1853 die Batlokoas ausgelöscht hatten. Nach dem 2. Basoto-Krieg wurde der Vertrag von Imperani unterzeichnet, doch erst nach einem weiteren Krieg wurden die heutigen Grenzen festgelegt und das Gebiet westlich des Caledon Rivers wurde dem Freistaat zugeteilt und als das “Eroberte Land” bezeichnet.

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Obwohl hier schon zuvor Farmer lebten, wurde das Gebiet 1866 offiziell unter den Teilnehmern dieser Kriege aufgeteilt, die sich jedoch verpflichten mußten, jederzeit mit Pferd, Sattel, einer Kanone, 200 Kugeln, 5 Pfund Pulver, 500 Treibladungszündern oder 12 Gewehren und Verpflegung für 10 Tage für den Militärdienst zur Verfügung zu stehen.

Zwei Monate vor dem 3. Basoto-Krieg Ficksburg im August 1867 wurde Ficksburg offiziell als Militärstadt gegründet und nach dem kommandierenden General der Armee des Free States, Generel J.I.J. Fick, benannt. 1883 lebten ca. 150 britische und holländische Siedler in Ficksburg und noch vor dem Krieg zwischen den Buren und den Briten wurden die Town Hall und das alte Gerichtsgebäude aus Ficksburg-Sandstein erbaut, mit dem auch die Union Buildings in Pretoria erbaut wurden.

Bei Touristen ist die Region ein beliebtes Wandergebiet, aber auch Abseiling, Quadbiking, 4x4- Routen, Fischen und Klettern gehört zu den Angeboten. Ein Saison-Highlight ist das jährliche Cherry Festival, das 1967 zum ersten Mal stattfand und heute ca. 25.000 Besucher anzieht.

Im Hoekfontein Ox Wagon Camp and Nature Reserve übernachten die Gäste in Ochsenwagen und können so das Leben der Trekburen ein wenig nachempfinden.
 

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