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Kimberley

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Kimberley mit seinen ca. 160.000 Einwohnern ist DIE Diamantenstadt Südafrikas. 1867 fand der Sohn eines Farmers einen glitzernden Stein, der sich als Diamant erwies. 1870 wurden auf dem Farmgelände der Firma de Beers, die die Farm später verkauften, noch mehr Steine gefunden und ein Diamantenrausch begann.

Mehr als 30.000 Menschen zogen innerhalb kurzer Zeit in die Region und der Ort “New Rush” entstand, der 7 Jahre später nach dem Kolonialminister Earl of Kimberley, umbenannt wurde.

Der Abbau konzentrierte sich zunächst auf den “Colesberg Koppie”, einem Hügel, der jedoch schnell abgetragen war und die Suche verlagerte sich immer weiter in den Erdboden. Auf diese Art entstand das “Big Hole”, das größte von Menschenhand erschaffene Loch der Welt.

© South African Tourism
Das Loch hat einen Umfang von 1,6 km und ist 400 m tief; weiterführende Tunnel, in denen gegraben wurde, reichen sogar bis in eine Tiefe von 1.100 m. Bis 1914 wurden hier insgesamt knapp 3.000 kg Diamanten gefördert. Mittlerweile ist das Loch voll Wasser gelaufen und der entstandene “See” ist bis zu 240 m tief.

Direkt am “Big Hole” liegt das Kimberley Mine Museum, ein Freiluftmuseum, in dem das Kimberley aus der Zeit um 1880 originalgetreu, mit Wohnhäusern, Kneipen, Wohnhäusern und Geschäften nachgebaut wurde. In der “de Beers-Diamantenhalle” werden Diamanten ausgestellt, unter ihnen auch den “Eureka Diamanten”, welcher der erste offiziell registrierte Diamant Südafrikas ist.

In der Nähe des Museumseingangs liegt der “Star of West Club”, die älteste Kneipe Kimberley, die liebevoll restauriert wurde. Besonders stolz ist man auf das angebliche Original des Stuhls, auf dem Cecil Rhodes immer gesessen haben soll.

Die Kimberley Tram, eine historische Straßenbahn, das einzige Verkehrsmittel dieser Art in Südafrika, verbindet das Museum mit der City Hall.

Die Bultfontein Mine, ca. 6 km von der Innenstadt entfernt, kann sowohl über als auch unter Tage besichtigt werden. Kinder unter 16 Jahren können an letzteren jedoch nicht teilnehmen.

Doch auch abseits der Diamantengeschichte hat Kimberley einiges zu bieten. In der William Humphreys Art Gallery wird neben den Werken moderner südafrikanischer Künstler eine schöne Sammlung holländischer Maler aus dem 17. und 18. Jahrhundert gezeigt. Die Duggan Cronin Photo Gallery zeigt dagegen eine bemerkenswerte Ausstellung von über 8.000 ethnologischen Photographien, die während der 1920er und 30er von A. M. Duggan-Cronin geschaffen wurden, der mit seinem Wagen das gesamte Südliche Afrika bis hoch nach Sambia bereiste.

Im Wildebeest Kuil Rock Art Centre, das ca. 15 km nordwestlich von Kimberley liegt, kann man auf einem 800 m langem Rundweg wunderbare Felszeichnungen der Buschmänner bewundern. Nach einer Einführung durch einen Film kann man die Zeichnungen mit Hilfe der Informationen eines tragbaren Audio-Players auf eigene Faust erforschen.

Auch die City Hall Kimberleys, heute ein Nationaldenkmal, sowie das Alexander McGregor Memorial Museum mit einer naturwissenschaftlichen und archäologischen Sammlung sind einen Besuch wert. Im damit nicht zu verwechselnden McGregor Museum gibt es dagegen eine umfassende geologische Sammlung sowie eine Ausstellung über die Stadtgeschichte zu sehen. Auch das “de Beer Consolidated Mines Limited Head Office” steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Im Villenvorort Belgravia gibt es noch viele alte, schön restaurierte Häuser zu sehen.

Ca. 80 km süd-südwestlich von Kimberley liegt der Mokala National Park, der 2007 als Ersatz für den früheren Vaalbos National Park eröffnet wurde.
 

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