Thaba Nchu
Thaba Nchu (oder Thaba Ntsho) bedeutet “Schwarzer Berg”. Die Berge um den in der Nähe des Königreichs Lesotho aus einer 1833 errichteten Missionsstation entstandenen Ort waren das Siedlungsgebiet des ungefähr zur selben Zeit hier angesiedelten Barolong-Stammes, der die Voortrekker als Verbündete im Kampf gegen die Briten akzeptierte.
Thaba Nchu, 60 km östlich von Bloemfontein entfernt, lag an der Hauptstrecke, die von der Ostkap- Provinz in Richtung Norden führte und wurde so zu einem wichtigen Treffpunkt und Versorgungsort für die Voortrekker auf ihrem Weg.
Die Stadt Thaba Nchu selbst wurde 1873 gegründet; 1979 als Homeland für die Tswana in die Unabhängigkeit entlassen und 1994 nach dem Ende der Apartheid wieder nach Südafrika eingegliedert. Heute befindet sich hier ein großer Hotel- und Kasinokomplex. Auch für die handgemachten Wollprodukte der einheimischen Frauen ist Thaba Nchu bekannt.
Vor den Toren des Ortes liegt der Maria Moroko National Park, wo u.a. verschiedene Antilopenarten, Zebras und mehr als 150 Vogelarten leben. Geführte Pirschfahrten und Wanderungen werden angeboten.
Auch wenn Thaba Nchu unter das Recht des lokalen Verwaltungsbezirks Mangaung fällt, ist der Häuptling Chief Albert Moroka noch immer für einen Großteil der Bürgerfragen zuständig und ist auch Richter am Stammesgericht der Tswana, des größten Bevölkerungsteils. Dadurch herrscht hier noch immer eine sehr traditionelle Atmosphäre.
Die Winter in Thaba Nchu sind auch aufgrund der Nähe zu den Bergen Lesothos sehr trocken und kalt, während es im Sommer viele Niederschläge geben kann.
|