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Wild Coast

© South African Tourism
Der Name Wild Coast bezeichnet den ca. 280 km langen Küstenabschnitt zwischen dem Mtamyuna River südlich von Port Edward und dem Great Kei nördlich von East London; eine Landschaft voll rauher Schönheit mit grünen Hügeln, einsamen Stränden, Lagunen und tief eingeschnittenen Flußtälern.

Ursprünglich vno den Buschmännern (San) und den Hottentotten bewohnt, wanderten am Ende des 17. Jahrhunderts die ersten Angehörigen des Hlubi-Volkes ein, die aus dem heutigen KwaZulu-Natal kamen und von einer Frau namens Xhosa geführt wurden. Nach ihr ist der heutige Stamm der Xhosa benannt. Fasziniert von den Klicklauten in der Sprache der Hottentotten wurden einige von ihnen übernommen und sind heute noch Teil der Xhosa-Sprache.

Noch heute ist ein Großteil der Wild Coast nicht entwickelt und besitzt daher eine seltene landschaftliche Schönheit und Unberührtheit. Wasserfälle ergießen sich direkt in das Meer und Delphine spielen im warmen Wasser des Indischen Ozeans. Entlang der Wild Coast finden sich Schiffwracks, die im Sturm an der Küste zerschellten und von denen einige Überreste noch heute zu sehen sind.

© South African Tourism
Viele Straßen sind noch nicht geteert und die Landbevölkerung lebt häufig noch nach den Sitten und Gebräuchen ihrer Vorfahren. Frauen laufen mit Wasserkrügen auf dem Kopf entlang der Straße, an deren Seiten sich Schweine und Ziegen tummeln und die Jungen unterziehen sich auf dem Weg zur Mannwerdung den uralten Inaugurationszeremonien.

Die einzelnen Abschnitte der Wild Coast bieten dem Besucher abwechslungsreiche Erlebnisse. So ist die Küste des Pondalands, das von den Flüßen Umtata und Umtamvuna begrenzt wird, geprägt von einer Vielzahl kleiner Dörfer, ist mit seinen steilen, abrupt an der See endenden Klippen einer der spektakulärsten Abschnitte der Wild Coast. Weltweit gibt es nur 5 Orte, wo Wasserfälle über mehr als 100 m direkt in das Meer stürzen - Das Pondaland hat gleich 3 davon.

Auch das noch relativ unbekannte Mkambati Nature Reserve lohnt einen Besuch.

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Südlich von Port St. Johns, einer kleinen, gemütlichen Stadt, in der viele Künstler leben, liegt das Hluleka Nature Reserve mit seinen wunder- baren Stränden und einer reichhaltigen Tierwelt an der gleichnamigen Küste. Weiter südlich gelangt man in das Gebiet der Coffee Bay und des “Holes in the Wall”.

Entlang der Gcaleka-Küste, ungefähr in der Mitte der Wild Coast, liegen die kleinen Naturreservate Dwesa und Cweba. Dwesa ist mit 3.900 Hektar das etwas größere und bietet dem Besucher wunderbare naturbelassene Strände und einen schönen Küstenwald. Nashörner, Eland und Büffel wurden angesiedelt und neben Krokodilen gibt es auch eine reichhaltige Vogelwelt. Nördlich von Dwesa und nur durch den Mbashe River getrennt liegt das Cweba Nature Reserve, wo nur kleinere Säugetiere leben. Beeindruckend ist der Mbanyana Wasserfall und durch den subtropischen Wald führen Wanderwege, die am Strand enden. Vom Great Kei River bis hin nach East London erstreckt sich schließlich die Strandloper Coast

Wie East London liegen auch die meisten anderen, wichtigeren Städte der Wild Coast am N2 Highway. Mthatha, früher Umtata und die Hauptstadt des Homelands Transkei, ist die Heimat des Nelson Mandela Museums, der nahebei geboren wurde.

Flagstaff ist eine kleine Handelsstadt, die aus einem kleinen Laden entstand, den 2 Händler 1875 mit Erlaubnis des lokalen Chiefs hier eröffneten. Dieser war so erfolgreich, daß sie die Kunden an Sonn- und Feiertagen kaum aus dem Laden halten konnten. Schließlich errichteten sie einen Fahnenmast, an dem eine weiße Flagge gehißt wurde, wenn der Laden geschlossen war, die von weither ersichtlich war. Nach diesem Fahnenmast (“flagstaff”) bekam die Stadt ihren englischen Namen, während die Xhosa den Ort Siphageni nennen.

Gonbubie bei East London bietet dem Besucher einen großen Strand und ist bekannt für sein Wassersportangebot. Auch Scuba Diving wird hier angeboten und ein großer Gezeitenpool für Schwimmer wurde erbaut.

Morgan’s Bay ist ein kleines, von seinem Leuchtturm dominiertes Dorf. Die Double Mouth Lagune wird aus zwei kleinen Flüssen gebildet und ist von Sandsteinklippen umgeben. Die weiten, weißen Sandstrände sind von Muscheln und Korallen übersät und manchmal werden sogar Porzellan oder andere Überreste von einem der vielen Schiffwracks an der Küste angespült.

Idutywa (“Platz des Chaos”) wurde 1858 als militärisches Fort errichtet, als es zu Auseinandersetzungen zwischen den lokalen Einwohnern und Plünderern aus KwaZulu- Natal kam. Heute ist es, wie auch Viedgesville (Jojweni), hauptsächlich eine Durchgangsstation für den Weg zu den Resorts an der Küste.

Butterworth wurde 1827 von methodistischen Missionaren gegründet und ist damit die älteste Stadt der Transkei. Die Xhosa nennen die Stadt, die sich in der Nähe der Stelle befindet, wo der große Häuptling Hintsa seinen Palast hatte, nach dem sie durchquerenden Fluß “Gcuwa”. Der englische Name ehrt Reverend Butterworth, den damaligen Schatzmeister der Wesleyan Mission Society. Während der Grenzkriege drei mal niedergebrannt, ließen sich im Anschluß die ersten Siedler nieder. Vorgesehen als ein Ort für die industrielle Entwicklung der Region wurden diese Ambitionen aber weitestgehend eingestellt.

Die Stadt liegt am Great Kei River und besonders lohnt sich ein Besuch der naheliegenden Gcuwa Falls sowie des beeindruckenden Bowa Falls, der 100 m in die Tiefe stürzt. Angeblich sollen hier früher auch Hinrichtungen stattgefunden haben.

Der kleine Ort Kentani (auch Centane genannt) ist als Schauplatz der letzten Schlacht der Grenzkriege zwischen den Xhosa und den europäischen Siedlern im Jahr 1878 mit tragischem Ausgang. Den 5.000 Xhosa-Kriegern wurde von ihrem Medizinmann Xito versichert, daß die Kugeln der Siedler sie nicht würden verletzen können. Daraufhin stürmten die Xhosa gegen das mit 1.000 Soldaten besetzte Fort und wurden durch deren Feuer niedergemäht. 300 Xhosa-Krieger starben, während nur 2 britische Soldaten ihr Leben lassen mußten. Die Xhosa mußten sich ergeben und das Gebiet wurde zur Keimzelle der heutigen Transkei.

Port St. Johns mit seiner lockeren Atmosphäre und einem fast tropischen Klima ist ein insbesondere bei Künstlern und Rucksacktouristen beliebter Ferienort. First Beach, Second Beach und Third Beach liegen jeweils mehrere Kilometer auseinander und jeder zieht sein eigene Publikum an.

Empfehlenswert ist es, Unterkünfte im Voraus zu buchen oder zumindest von unterwegs nachzufragen, ob noch etwas frei ist. Besonders zu Ferienzeiten ist es meist unmöglich, spontan noch ein Zimmer zu erhalten. Da die Unterkünfte oftmals abseits liegen, steht einem sonst unter  Umständen eine lange Rückfahrt auf schwierigen Straßen im Dunkeln bevor. Bei einem Anruf vorab kann man auch gleich nach dem Zustand der Straßen fragen.

Viele Straßen sind auch nur mit einem Wagen mit Allradantrieb zu befahren. Dies gilt insbesondere, wenn man die R51 von Mzamba nach Lusikisiki nimmt, von wo aus viele teils sehr schlechte Routen in unterschiedliche Richtungen führen. Ein annehmbarer Weg führt von Lusikisiki nach Mbotyi und zu den Magwa Falls, wo der Fluß 142m in die darunterliegende Schlucht fällt. Nahe Mbotyi/Port Grosvenor liegt das Wrack der Grosvenor, die am 04.08.1792 mit ca. 140 Personen sowie einem Schatz mit dem damaligen Wert von 300.000 Pfund Sterling an Bord während eines Sturmes sank. 15 Personen ertranken hierbei. Von den übrigen überlebten offiziell nur 13 Personen die Suche nach einem sicheren Zufluchtsort.
 

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