Google
 


Witsand Nature Reserve

witsand_nc_sat
Das 1994 eröffnete Witsand Nature Reserve in der Northern Cape Province macht seinem Namen alle Ehre:

Weiße Sanddünen nehmen 2.500 ha von insgesamt 3.500 ha Fläche des Reservats ein. 20 - 60 m hoch und umgeben vom kupferroten Sand der Kalahari, Akazienbäumen, Dornbüschen, Grasland- schaft und der Langberg Bergkette, geben sie dem Schutzgebiet seinen Namen. Und sie beherbergen gleichzeitig ein ungewöhnliches Phänomen:

Wenn die äußeren Bedingungen stimmen, insbesondere bei großer Hitze von September
roaringsands_nc_sat
bis April, “stöhnen” die Dünen, wenn Menschen oder de Wind sie stören und werden darum auch “Roaring Sands of the Kalahari” oder auf afrikaans “Brulsand” (Brüllender Sand) genannt.

Regen dagegen läßt die Dünen für einige Tage verstummen. Hervorgerufen wird dieser Effekt, wenn sich die einzelnen Körner des trockenen und sauberen Sandes aneinander reiben, so daß die Luft zwischen Ihnen entweicht.

Die ungewöhnliche weiße Farbe im Vergleich zu den umliegenden Dünen erklärt sich dadurch, daß der Sand sich hier in einem Quarzfelsbecken angesammelt hat, das über und unter der Oberfläche viel Wasser enthält. Die geschätzte Menge beläuft sich auf ca. 1211 Millionen Kubikmeter reinsten Wassers, wobei die Verdunstung durch die jährlichen Regenfälle ausgeglichen wird. Der Sand wird im Laufe der Zeit quasi ausgelaugt bis er nahezu frei von Oxiden ist. Dadurch ist er leichter als der dunklere Sand, der darunter liegt und manchmal durch den Wind freigelegt wird.

Das Witsand Nature Reserve ist ein landschaftlich wunderschönes Gebiet, das auch einer mehra als 170 verschiedenen Vogelarten eine Heimat bietet, darunter auch der Namaqua-Sandgrouse, Webervögel, der Sekretärsvogel und der kleinste Raubvogel Afrikas, der Pygmäen-Falke. Auch Antilopen wie z.B. der Springbok, Steenbok, die Oryx-Antilpe und Red Hartebeest, aber auch Meerkatzen, Stachelschweine, Gürteltiere und und und leben hier.

Da Witsand einige der wenigen Stellen der Region mit permanenter Wasserversorgung ist, haben hier schon in früheren Zeiten Menschen gesiedelt. Archäologische Funde wie Werkzeuge und auch Tonreste aus dem 17. 19. Jahrhundert vor Christus belegen, daß auch frühzeitliche Hirtenvölker wie die Korana sich hier aufhielten.

Der Geologe George Stow, der “Wittesandt” 1872 aufsuchte, berichtete, daß zu diesem Zeitpunkt nur ein kleiner Stamm Buschmänner hier lebte, die viele ihrer alten Gewohnheiten und Gebräuche beibehalten hatten.

Die ersten weißen Farmer und Händler ließen sich dagegen erst im späten 19. Jahrhundert hier nieder. Noch heute kann man auf den hohen Dünen im Osten des  Quarzfelsenbeckens Steinwälle sehen, die von aufständischen Buren zur Grenze des damals deutschen Südwest-Afrikas, heute Namibia, hin errichtet wurden.

Das Witsand Nature Reserve ist sowohl für Tagesbesucher als auch Übernachtungsgäste zugänglich. Im Information Centre gibt es verschiedene Ausstellungen, Bücher, Magazine und Videos, die man sich anschauen kann.

Das gesamte Reserve kann durchwandert werden. Allerdings sollte man darauf vorbereitet sein, daß es im Sommer sehr heiß sein kann. Es sollte daher immer genügend Wasser mitgeführt werden und Wanderungen in der größten Hitze vermieden werden. Da die Dünen Blitze anziehen, sollte man diese niemals während eines Gewitters betreten, die gerade im Sommer häufig auftreten. Die Nutzung von hohen geschlossenen (Wander-) Schuhen, Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor und auch einer Kopfbedeckung sind unbedingt anzuraten.
 

Alle Angaben auf dieser Seite sind nach bestem Wissen zusammengestellt.
Es kann jedoch keine Garantie übernommen werden, daß sie immer und zu jeder Zeit aktuell sind. Jegliche Haftung wird daher ausgeschlossen.

Impressum

Sie möchten auf dieser Seite werben?   You would like to advertise on this page?


TV Spielfilm